Seit der Liberalisierung des deutschen Gasmarktes im Jahr 2004 haben deutsche Kunden ähnlich wie beim Strom die Möglichkeit, ihren Gas Anbieter frei zu bestimmen und so abhängig vom individuellen Gasverbrauch bares Geld zu sparen. Da die freie Wahl des Gasanbieters Jahre nach der Liberalisierung des Strommarktes stattfand, haben viele Bundesbürger die Möglichkeit zur Gasvergleich und dem Wechseln ihres Anbieters noch nicht entdeckt. Unsere Webseite bietet Ihnen einen Überblick über alle wichtigen Fragen zum Thema Gas Vergleich und zeigt Ihnen, wie Sie kostenlos vergleichen und beim Wechsel zu einem neuen Gasanbieter sparen können.

Welche Daten benötige ich um einen Gasvergleich durchzuführen?

Die wichtigsten Informationen für den Gaspreisvergleich sind der zu erwartende Gasverbrauch in KWh sowie die Postleitzahl. Der Verbrauch spielt für alle Gastarife die wichtigste Grundlage zur Kalkulation der jährlichen Kosten und sollten daher möglichst präzise abgeschätzt werden. Sollten Sie nicht einschätzen können, wie viele KWh Sie pro Jahr verbrauchen, lohnt der Blick in die letzte Gasabrechnung, die eine exakte Angabe über den Gasverbrauch im vorherigen Jahr macht. Auch die Postleitzahl ist beim Gasvergleich einzugeben, da nicht alle Gas Anbieter ihre Tarife bundesweit verfügbar machen. Wer kostenlos vergleichen und zu einem besseren Gasanbieter wechseln will, möchte schließlich nur Gasanbieter angezeigt bekommen, die in der eigenen Wohnregion verfügbar sind.

Sollte ich bei dem Gasvergleich auf Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen achten?

Mit Unterschrift eines neuen Gasvertrags bindet sich jeder Verbraucher für eine bestimmte Vertragslaufzeit an seinen neuen Gas Anbieter, im Regelfall beträgt diese Laufzeit zwölf oder 24 Monate. Je länger die Bindung besteht, umso günstiger wirkt sich dies auf die Gaspreise aus, allerdings kann der Gaskunde nicht während der Vertragslaufzeit zu einem anderen Anbieter wechseln. Beim Gaspreisvergleich sollte daher überlegt werden, ob eher der günstigste Preis oder eine größere Flexibilität im Vordergrund stehen sollen. Selbiges gilt für die Kündigungsfrist: Verträge mit langen Laufzeiten setzen eine Kündigungsfrist von drei Monaten voraus, andere Anbieter bieten die Option einer monatlichen Kündigung an. Soll die Möglichkeit zu einem spontanen Gasanbieterwechsel bestehen bleiben, sollte die Kündigungsfrist sehr kurz gehalten werden, mit längeren Fristen dürften die Gaspreise des Anbieters günstiger ausfallen.

Was ist der Neukundenbonus bei einem Gasvergleich?

Der Neukundenbonus wird von verschiedenen Gasanbietern bereitgestellt und soll Kunden von einem lukrativen Gasanbieterwechsel überzeugen. Der Bonus besteht in einer finanziellen Vergünstigung im ersten Jahr, die auf verschiedene Weisen angewendet wird. Manche Gastarife mit Bonus verzichten auf eine Grundgebühr neben der exakten Abrechnung der KWh, andere gewähren einen Abschlag auf die erste Jahresendabrechnung. Pauschal kann nicht zum Neukundenbonus bzw. zu dessen Ablehnung geraten werden, vielmehr sollte der Gas Vergleich die Vorzüge entsprechender Gastarife gegenüber anderen Anbietern aufzeigen. Auch ohne Neukundenbonus kann ein Gastarif beim Sparen helfen, da hier die Kosten für eine abgerechnete Kilowattstunde entsprechend niedriger ausfallen.

Wer kann den Gasanbieter wechseln?

Durch die Liberalisierung des Gasmarktes können sämtliche Privathaushalte als auch Unternehmen seit dem Jahr 2004 frei über ihren Gasanbieter bestimmen. Ähnlich wie beim Beziehen elektrischer Energie stehen Hunderte Gasversorger in Deutschland für einen Wechsel bereit, der rechnerische Gas Vergleich sollte die individuell beste Wahl aufzeigen. Um den Wechsel erfolgreich durchführen zu können, ist lediglich die gültige Vertragslaufzeit des bestehenden Versorgungsvertrags zu beachten. Wer diesen Vertrag bei seinem alten Gasversorger unterschrieben hat, kann den entsprechenden Vertrag kündigen und sich im gleichen Schritt für einen neuen Gas Anbieter entscheiden. Üblich ist es dabei, den neuen Gasanbieter die Kündigung formal durchführen zu lassen, um so eine lückenlose Versorgung mit Gas sicherzustellen. Hierfür sollte dem neuen Gasversorger eine entsprechende Vollmacht erteilt werden, was parallel zur Unterzeichnung des eigentlichen Gasvertrags erfolgen kann.

Wie funktioniert der Gasanbieterwechsel mit einem Gasvergleich?

Im ersten Schritt sollten Sie bei Interesse an einem Gasanbieter Wechsel sämtliche Tarife der Branche kostenlos vergleichen. Der Gasrechner bietet hierzu eine unabhängige Möglichkeit, wobei neben den oben genannten Daten zum Gasverbrauch und der Postleitzahl weitere Vorlieben eingegeben werden können. So kann die maximale Vertragslaufzeit, eine Bevorzugung sogenannter Klimatarife mit Bezug von Biogas oder die Berücksichtigung eines Neukundenbonus' vorgeschrieben werden. Die Analyse sämtlicher Gastarife bringt abschließend die Anbieter auf den Bildschirm, die Energie am preiswertesten liefern können. Der Gasrechner leitet über einen Link direkt zum entsprechenden Gasversorger weiter, wo das Interesse an einem Anbieterwechsel bekundet werden kann. Postalisch wird hiernach ein Vertrag zugeschickt, den der potenzielle Kunde zu unterschreiben hat. Im selben Schritt kann die Kündigung des bestehenden Vertrags beauftragt werden, der im Idealfall nur noch wenige Wochen oder Monate Gültigkeit haben sollte. Der neue Gasversorger überprüft dies und führt nach Unterschrift des Vertrags einen nahtlosen Wechsel in einen der eigenen Gastarife durch.

Um den Gasanbieterwechsel direkt nach einem Gasvergleich durchführen zu können und hierbei garantiert zu sparen, sollte mit sehr präzisen Angaben beim Vergleich der Tarife gearbeitet werden. Ein grobes Abschätzen des zu erwartenden Verbrauchs oder anderer Bestandteile des zukünftigen Gasvertrags ist daher nicht anzuraten. Kostenlos vergleichen sollte man daher ausschließlich mit einem klaren Überblick, wie viele KWh der eigene Haushalt bzw. das eigene Unternehmen durchschnittlich pro Jahr verbraucht und ob zusätzlich ein Interesse an Biogas, einem Neukundenbonus oder ähnlichem besteht.

Wann kann ich den Gasanbieter wechseln?

Während der Gasvergleich zu jeder Zeit eines Jahres durchgeführt werden kann, ist das Wechseln selbst nur bei Auslaufen des aktuell gültigen Gasvertrags möglich. Bei Abschluss eines Gastarifs wird eine feste Laufzeit vereinbart, die im Regelfall zwölf oder 24 Monate beträgt. Zudem ist im Vertrag eine Kündigungsfrist zu finden, die angibt, wie viele Monate vor Ende der Vertragslaufzeit die Kündigung und der Wechsel zu einem anderen Gas Anbieter schriftlich angezeigt werden muss. Es ist dringend zu empfehlen, diese Kündigungsfrist zu beachten, da sich ansonsten der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr oder eine andere Zeitspanne verlängert und der geplante Wechsel nicht durchgeführt werden kann.

Als einzige Ausnahme wird der Gasanbieterwechsel dann möglich, wenn der aktuelle Gasversorger wesentliche Änderungen am bestehenden Vertrag vornimmt. In der Praxis ist dies vorrangig dann der Fall, wenn sich die Gaspreise erhöhen sollten. Mit dieser Änderung tritt ein Sonderkündigungsrecht in Kraft, durch das der Vertragsnehmer binnen vier Wochen seinen bestehenden Vertrag kündigen kann. In diesem Fall heißt es, schnell zu handeln und im Kündigungsschreiben die aktuelle Preiserhöhung als Grund für das Sonderkündigungsrecht anzugeben. Auch wenn ein schnelles Handeln erforderlich ist, sollte ein Gasvergleich im Internet nicht versäumt werden, um vom geplanten Gasanbieterwechsel so stark wie möglich zu profitieren.

Gibt es Qualitätsunterschiede zwischen den Gasanbietern?

Auch wenn Gas anders als Strom einen stofflichen Charakter hat, gibt es bei der Einspeisung ins deutsche Gasnetz keine Unterschiede für diesen Energieträger. Unabhängig davon, ob ein Kunde Erdgas oder Biogas als Energie zum Heizen und Kochen verwendet, wird er als Gasabnehmer stets die gleiche Qualität des Gases erhalten. Viele Verbraucher unterscheiden dennoch, da sie ökologisch gewonnenes Gas aus Biomasse mit einer höheren Qualität in Verbindung bringen als fossiles Erdgas. Die höhere Qualität begründet sich hier eher durch Faktoren wie eine höhere Umweltfreundlichkeit und den regenerativen Charakter, der dieser Form des Gases zugrunde liegt. Auf dem deutschen Markt angebotene Gastarife machen deutlich, welche Form der Gasgewinnung die Grundlage des Angebots darstellt, einen authentischen Qualitätsunterschied sollte sich der Verbraucher hierbei allerdings nicht suggerieren lassen.

Was genau ist Biogas?

Als Biogas wird eine Alternative zu fossilem Erdgas bezeichnet, das auf regenerativen Energieträgern basiert und deshalb eine besonders ökologische Variante darstellt. Gas Anbieter, die auf Biogas vertrauen, machen in jedem ihrer Gastarife die entsprechende Herkunft deutlich und vermarktet die entsprechenden Tarife als 100 % regenerativ. Ökologisch orientierte Verbraucher sollten beim Gasvergleich bewusst die Option Biogas auswählen, um umweltbewusst Energie zu beziehen. Hiervon sollten allerdings sogenannte Klimatarife abgegrenzt werden, die nicht zwingend Biogas bieten. Stattdessen sagt der Gasanbieter hier lediglich zu, dass die Gewinnung seiner Energie klimaneutral erfolgt, was nicht zwingend nur die Gaserzeugung auf Basis von Biomasse umfasst.

Was ist der Unterschied zwischen Biogas und normalem Gas?

Der wesentliche Unterschied zwischen Biogas und normalem Gas besteht in der Art der Energiegewinnung. Normales Gas ist nahezu ausschließlich Erdgas und wird somit aus den fossilen Vorkommen der Erde gewonnen. In Biogasanlagen wird hingegen zur Erzeugung von Biogas sogenannte Biomasse eingesetzt, hierzu zählen beispielsweise:

  • Abfälle von Futterpflanzen
  • Tiergülle
  • Grünschnitt
  • landwirtschaftliche Resterzeugnisse
  • ähnliche Stoffe organischen Ursprungs

Zur Gasgewinnung werden diese ihrer natürlichen Zersetzung überlassen, im Vergleich zum Kompostieren wird bei diesem Prozess allerdings der Sauerstoff entzogen. Die hierbei aufsteigenden Gase werden gefiltert und z. B. von einem höheren Methananteil bereinigt, so dass sie als natürlicher Energieträger ins deutsche Gasnetz eingespeist werden können. Der stoffliche Charakter zwischen Biogas und Erdgas ist nach diesen Prozesses identisch oder sehr ähnlich, die beiden Gasarten unterscheiden sich daher qualitativ nicht voneinander.

Wie setzt sich der Gaspreis zusammen?

Eine knappe Hälfte des Gaspreises ist der Einkaufspreis, der direkt an den Gas Anbieter zu zahlen ist. Bei einem Gas Vergleich ergibt sich gerade in diesem Bereich die größte Möglichkeit, die Kosten zu senken und Geld zu sparen. Beispielsweise bieten Gasanbieter im Internet durch ihren geringeren Verwaltungsaufwand häufig etwas niedrigere Gaspreise, ohne hierbei auf eine ansprechende Gewinnspanne verzichten zu müssen. Zusätzlich zum Einkaufspreis ist ein Grundpreis für die Netznutzung zu zahlen. Dieser Anteil kommt den Netzbetreibern zu Gute, die über alle Infrastrukturen zur Gasnutzung verfügen und beispielsweise für Ausbau und Wartung verantwortlich sind.

Zusätzliche Kosten entstehen vorrangig durch Steuern und Abgaben, von denen entweder der Staat oder die Kommunen wie beispielsweise bei der Konzessionsabgabe profitieren. Auch Förderabgaben und die Erdgassteuer werden seit Jahren auf den Grundpreis angerechnet, zudem kommt auf den Preis pro KWh ein Aufschlag von 19 % durch die gesetzliche Mehrwertsteuer. Über Jahrzehnte hinweg gab es zudem kaum Spielräume für die Gaspreise in einem damals noch nicht liberalisierten Markt, da durch die sogenannte Öl-Gas-Preisbindung die Kosten für beide Energieträger aneinander angepasst wurden.